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Planungskredit

HELLEntwicklungsstrategie141021  [PDF, 17.0 MB] 

Schlussfolgerungen, Empfehlungen und koordinierter Vorgehensvorschlag

Die verschiedenen Untersuchungen der Phase II im Betrachtungs- bzw. Untersuchungsperimeter haben aufgezeigt, dass das Gebiet über erhebliche Potentiale aber auch Defizite verfügt.

In Hinblick auf die drei zu Beginn aufgestellten Leitszenarien (Schule, Naherholung und Dienstleistung / Gewerbe) hat sich gezeigt, dass eine Entwicklung des Gebietes in eine Richtung nicht der richtige Weg ist. Vielmehr sollte die Lösung eine Kombination verschiedener Szenarien sein.

Der Landschaftsraum mit seiner Vielschichtigkeit an landschaftlichen und topografischen Gegebenheiten weist ein grosses Potential für öffentliche und halböffentliche Freiräume auf. Das Gebiet bildet zusammen mit der Bünz als zentrales Landschaftselement die Basis für die Entwicklung eines attraktiven und qualitätsvollen Freiraumsystems im Zuge der Umstrukturierung des Gebietes Hellmatt / Halde / Grienmatte / Kolpete.

Der Bedarf und die Wichtigkeit einer solchen Freiraumentwicklung zeigen sich vor allem im Bereich der Badi. Das Angebot und die Attraktivität für Kinder und Jugendliche sind zu modernisieren und das Freibad ist trotz guter Wartung und laufender Revisionen am Ende seiner funktionalen Lebensdauer. Der Wunsch nach einer ganzjährigen Restaurationsnutzung lässt sich nur im Zusammenhang mit weiteren Angeboten für breitere Nutzergruppen realisieren, z.B. Tagesstrukturen, Spielplatz etc.

Die Untersuchungen im Bereich Verkehr haben aufgezeigt, dass ein Ausbau des Perimeters in Richtung Dienstleistung / Gewerbe nur schwer bis gar nicht zu realisieren ist. Der Bedarf an einem solchen Angebot ist nur gering und die verkehrstechnischen Strukturen vor Ort lassen eine solche Entwicklung nicht zu. Schon heute sind die Verkehrswege durch Langsamverkehr und motorisierten Individualverkehr ausgelastet. Die Verbesserung der Anbindung des Bearbeitungsperimeters an die innere Achse Bruggerstrasse mit seiner zentralen Funktion ist von entscheidender Bedeutung. Weiter sind die Zugänge zum Freiraum zu Fuss und mit dem Fahrrad zu verbessern.

Das Thema Schulraum stellte ein zentrales Thema der Untersuchungen der Phase II dar. Es hat sich gezeigt, dass in naher Zukunft der Schulraumbedarf nicht mehr mit der bestehenden Schulanlage abgedeckt werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat wurden verschiedene Sanierungs- und Erweiterungsvarianten geprüft. Als eine mögliche Option stand die Nutzung der Giesserei für Schulnutzung zur Frage. Mittels Nutzungsstudien konnte jedoch nachgewiesen werden, dass sich diese nicht als Schulraum eignet. Aus diesem Grund konnte der Gemeinde keine Empfehlung für einen Kauf der Liegenschaft ausgesprochen werden.

Aus diesem Grund wird eine Stärkung des Schulraumes im Gebiet Hellmatt / Halde / Grienmatte / Kolpete empfohlen. Durch eine Erweiterung nach Osten und den Ausbau des Schulraumbedarfs in Kombination mit der Attraktivierung der Freiräume kann der primäre Bedarf des Perimeters abgedeckt werden.

Als idealer Standort für einen Erweiterungsbau, auch in Hinblick auf eine kombinierte Nutzung durch andere Nutzergruppen, hat sich der Bereich der alten Gärtnerei (Parzellen 104, 370, 1568 und 1569) erwiesen. Hier ist es möglich, genügend grosse Flächen zur Verfügung zu stellen, die Nutzungen Badi und Schule (Schulsport) zu verbinden, die Kombination Spiel- und Freizeitflächen für Badi und Schule anzubieten sowie die Möglichkeit eine ganzjährige Restauration der Badi auch für die Schulanlage zu nutzen.

Aufgrund der Dringlichkeit des Schulraumbedarfs (fehlende Klassenräume ab 2016/17) wird folgendes Vorgehen empfohlen:

Schulraum
Foto 1  [PDF, 144 KB]

Die Realisierung eines Erweiterungsbaus (Elementbau Ost) ist in einem ersten Schritt vorzusehen. Mit der Erstellung des Gebäudes kann der notwendige Raumbedarf der Primarstufe sowie administrativer Räume möglichst zeitnah abgedeckt und so die Situation entspannt werden.

Die vorgesehenen Parzellen werden heute zum Teil noch genutzt. Der Pistolenschützenverein müsste bis ca. 2017 verlegt werden. Die Liegenschaft Badweg 3 wird von der Gemeinde nicht weiter benötigt und kann auch aufgrund des baulichen Zustands und der beschränkten Nutzungsmöglichkeiten abgebrochen werden. Für die Situation der Asylsuchenden ist mittelfristig eine andere Lösung zu finden.

Zeitgleich mit der Erstellung des Elementbaus Ost wird mit der Fussgängerbrücke westlich der Badi die direkte Verbindung zwischen Schulanalge und Elementbau Ost geschaffen werden. Die Planung der Sanierung und Umgestaltung der Badi sollte in Kombination mit der Planung des Elementbaus Ost vorgesehen werden. Schon während der Planung können hier Synergien geplant und genutzt werden um das Potential der Freiräume im Perimeter ausschöpfen zu können.

In einem weiteren Schritt wird die Sanierung der Pavillonanlage empfohlen. Die Anlage steht unter Denkmalschutz, es bestehr vor allem aus Sicht der Haustechnik dringender Handlungsbedarf. Die Planung wird zusammen mit der Denkmalpflege koordiniert und ausgeführt.

Der Elementbau Ost kann während der Sanierung als Übergangsmöglichkeit genutzt werden. Zusätzlich sollten kleinere Umbau- und Sanierungsarbeiten am Bezirksschulhaus und dem Mehrzweckgebäude vorgesehen werden. So könnte mit einer Umstrukturierung der beiden Gebäude der Schulraumbedarf der Oberstufe für die nächsten Jahre gedeckt werden.

Kosten Schulanlage +/- 25%

Gebäude
Kosten
Elementbau Ost (Neu)
3'700.000.-
Fussgängergbrücke (Neu)
650'000.-
Pavillonanlage (Sanierung)
5'700'000.-
Mehrzweckgebäude / Aula (Umbau / Sanierung klein)
500'000.-
Bezirksschulhaus (Umbau)
600'000.-
Total
11'150'000.-

Die Gesamtkosten für die Schulanlage bewegen sich bei ca. CHF 11'150'000.- (+/-25%).

Badi
Foto 2  [PDF, 161 KB]

Aufgrund der überschrittenen Lebensdauer der Folie des Schwimmbeckens ist in einem ersten Schritt ein Baukredit für die Erneuerung der Folie zu beantragen.

Die Gesamtkosten für die Folienerneuerung (1) bewegen sich bei ca. CHF 260'000.-.

Aufgrund der vorangegangenen Untersuchungen durch die Firma Aquatransform sowie die Entwicklungsstrategien des Büros Husistein & Partner AG wird die detailliertere Planung für die Bereiche Kinderbereich und Badi-Kiosk empfohlen. Durch die weitere Planung können die Synergien (z.B. Verpflegung Schule und Badi) untersucht und optimal geplant werden. Die Möglichkeit der Unterbringung eines Badi-Restaurants innerhalb des Elementbaus Ost ist mit vorzusehen.

Die Gesamtkosten für die Erneuerung des Kinderbereichs (2) und Verpflegungsbereichs (5) bewegen sich bei ca. CHF 1'200'000.- (+/-25%).

Mit der Planung und Realisation einer Schulerweiterung im Bereich der alten Gärtnerei (Parzellen 104, 370, 1568 und 1569) wird der Grundstein für die Verbindung von Schule, Sport und Freizeit gelegt. Hier ist es möglich, genügend grosse Flächen zur Verfügung zu stellen, die Nutzungen Badi und Schule (Schulsport) zu verbinden, die Kombination Spiel- und Freizeitflächen (6) für Badi und Schule anzubieten.

In einem weiteren Schritt gilt es den Bereich des Freizeitbeckens (3) und der möglichen Attraktionen (4) wie Rutschbahn etc. zu untersuchen.

Terminlicher Ablauf und Kostenschätzung

Folgende mögliche Terminierung wurde mit dem Gemeinderat besprochen und beschlossen:

Elementbau Ost / Brücke

November 2014 Planungskredit genehmigen
Januar - Juni 2015 Vorprojekt / Bauprojekt
Juni 2015 Baukredit genehmigen
August 2015 Baueingabe
September - Dezember 2015 Submissions- / Ausführungsplanung
Januar 2016 Baustart
Juni 2016 Bezug Elementbau Ost / Eröffnung Brücke
Kosten (+/-25%) CHF
Elementbau 3'700'000.-
Brücke 650'000.-

Badi Folie

November 2014 Baukredit Folienerneuerung genehmigen
Frühling oder Herbst 2015 Baustart (Ausführung Wintersaison)
Mai 2016 Fertigstellung Folienerneuerung
Kosten CHF 260'000.-

Badi Kinderbereich / Verpflegungsbereich

Juni 2015 Planungskredit Kinderbereich / Verpflegungsbereich genehmigen
September 2015 - April 2016 Vorprojekt / Bauprojekt
Juni 2016 Baukredit genehmigen
August 2016 Baueingabe
September - Dezember 2016 Submissions- / Ausführungsplanung
Januar 2017 Baustart (Ausführung Wintersaison)
Mai 2017 Fertigstellung Kinderbereich / Verpflegungsbereich
Kosten (+/-25%) CHF 1'200'000.-

Sanierung Pavillonanlage

Juni 2016 Planungskredit genehmigen
September 2016 - März 2017 Vorprojekt / Bauprojekt
Juni 2017 Baukredit genehmigen
August 2017 - März 2018 Submissions- / Ausführungsplanung
April 2019 Baustart
Juli 2020 Fertigstellung Sanierung Pavillonanlage
Kosten (+/-25%) CHF 5'7000'000.-

Sanierung Umbau Mehrzweckgebäude / Aula

2020/21 Planungsbeginn
Kosten (+/-25%) CHF 500'000.-

Sanierung / Umbau Bezirksschulhaus

2020/21 Planungsbeginn
Kosten (+/-25%) CHF 600'000.-

Sanierung Turnhalle 4

2020/21 Planungsbeginn
Kosten (+/-25%) CHF 1'100.000.-

Badi Freizeitbecken

2022/23 Planungsbeginn

Badi Attraktivität

2022/23 Planungsbeginn

Die vorgesehenen Schritte korrespondieren mit dem Finanzplan der Gemeinde Möriken-Wildegg.