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Ausgangslage

Nach dem Neubau des Schulhauses Bünz, welches im Sommer 2016 bezogen werden kann, wird der nächste Schritt der Schulraumplanung in Angriff genommen.

Im Rahmen der Räumlichen Entwicklungsstrategie Hellmatt / Halde / Grienmatte / Kolpete wurden an allen Gebäuden der Schulanlage Hellmatt diverse Untersuchungen im Bereich Schadstoffgutachten, energetische Untersuchungen, Wirtschaftlichkeit und haustechnische Installationen vorgenommen. Diese haben die Sanierungsdringlichkeit der Pavillonanlage in vielerlei Hinsicht aufgezeigt.

Die bestehenden Aussenwände aus Sichtbacksteinmauerwerk sind heute ungedämmt. Der heutige Dachaufbai ist ungenügend gedämmt und abgedichtet. Die Fenster bestehen aus 2-fach-Verglasungen mit Holzrahmen.

Im Bereich der Haustechnik zeigte sich, dass eine kurzfristige Sanierung aufgrund des aktuellen Untersuchungsstands dringend notwendig ist. Vereinzelt können Pavillons im Winter nicht mehr ausreichend beheizt werden. Der Zustand der Heizverteiler ist veraltet, die Pavillons verfügen nicht über Warmwasseranschlüsse. Die Sanitär- und Elektroanlagen entstammen teilweise noch aus den Erstellungsjahren 1968 bzw. 1977.

Denkmalschutz

Die Schulanlage Hellmatt gehört mit ihren Einzelklassenpavillons mit zugeordneten Gartenhöfen zu einer Seltenheit in der Schweizer Schullandschaft. Die Gebäudeverwebung der Pavillonanlage mit seinen Gartenhöfen und kurzen Wegen macht die Anlage bei Schülern und Lehrern beliebt.

Mit Entscheid vom 9. Juli 2013 wurde die Schulanlage Hellmatt durch den Kanton unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. Sämtliche Gebäude, nebst der Pavillonschulanlage auch das Mehrzweckgebäude, die Turnhalle 4 und das Bezirksschulhaus, wurden geschützt. Als wichtig und erhaltenswert aus denkmalpflegerischer Sicht bei der Pavillonanlage gilt die Struktur sowie das äussere Erscheinungsbild der Fassaden mit seinen braunroten Ziegelmauern, den dunklen Balken und Rahmungen, sowie die homogene Dachlandschaft, welche mit seinen auskragenden Satteldächern die Gebäude zu einer Gesamtanlage von beeindruckender Einheitlichkeit zusammenfasst.

Projekt

Aus energetischer Sicht ist eine Fenstererneuerung sinnvoll, ebenso die Isolation der Aussenwände mit einer Wärmedämmung. Um das äussere Erscheinungsbild des Backsteinmauerwerks zu erhalten, ist es möglich, eine Wärmedämmung im Inneren aufzubringen. Das Dach sollte von oben isoliert werden. Es sollte eine neue Dampfsperre erstellt und der Dachraum ausgedämmt werden. Ein dickeres Unterdach wird den sommerlichen Wärmeschutz verbessern. Durch Anpassungen im Bereich der Lattungen (Höhe) kann die bestehende Aufbauhöhe des Daches beibehalten werden und bestehende Anschlussdetails werden gewahrt.

Im Bereich der Haustechnik ist die gesamte Heizverteilung inkl. Zuleitungen zu erneuern und auf die heutigen Bedürfnisse anzupassen. Eine Lüftung für den sommerlichen Komfort ist zu prüfen. Die Sanitärapparate und -leitungen sind zu sanieren und ebenso auf die heutigen Bedürfnisse anzupassen. Die Elektroanlagen haben dem aktuellen Stand der Technik und den Sicherheitsvorgaben zu entsprechen.

Die Sanierung bedingt weitere architektonische und technische Prüfungen sowie vertiefte Abklärungen zu den schulbetrieblichen Abläufen und der Kostensicherheit.

Aufgrund der Dringlichkeit im Bereich der energetischen und haustechnischen Sanierung hat der Gemeinderat beschlossen, die Planung ohne Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Dies ermöglicht einen zeitnahen Beginn der Planung sowie Sicherung der folgenden Termine:

November 2015
Genehmigung Planungskredit
Januar - Mai 2016
Vorprojekt/Bauprojekt
Mai 2016
Baueingabe
Juni 2016
Genehmigung Baukredit
ab August 2016
Submissions- und Ausführungsplanung
Sommer 2017
Fertigstellung


Kosten

Eine Sanierung der Anlage lässt sich durch den guten Rohbauzustand gut durchführen und ist günstiger als die Erstellung eines gleichwertigen Neubaus. Der Unterhalt der Pavillons ist etwas höher als ein Neubau, was jedoch auf die grosse Flächenabwicklung der Gebäude zurück zu führen ist.

Während des Umbaus der Pavillonschulanlage wird der Schulraum im neu erstellten Schulhaus Bünz zur Verfügung stehen. Damit können teure Provisorien und Containermieten vermieden werden.

Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat einen Planungskredit für die weiteren Schritte. Darin enthalten sind folgende Leistungen und Fachplaner:

Bestandsaufnahmen und Sondierungen, energetische Gebäudesimulationen, Architekt und Baumanagement, Bauingenieur, Landschaftsarchitekt, Fachplaner für Elektro, Fachplaner für Haustechnik, Fachplaner für Bauphysik und Akustik und Untersuchungen und Abklärungen Hochwasserschutz.

Gesamtkosten für Vorprojektphase bis KV CHF 459'500.00
Reserve für Unvorhergesehenes CHF 50'000.00
Nebenkosten CHF 25'000.00
Total Planungskredit inkl. MWST CHF 534'500.00



Nach ersten Kostenschätzungen (+/- 25%) ist davon auszugehen, dass die Sanierung Anlagekosten von CHF 4'650'000.-- verursachen wird.

Die Gemeindeversammlung vom 17. November 2015 hat den Verpflichtungskredit von CHF 534'500.-- für die Planung der Sanierung der Pavillonanlage in der Schulanlage Hellmatt in Wildegg bewilligt.

Die Vorlage des Baukredits soll 2016 erfolgen.